Erste Schriftliche Erwähnung Auerbachs

Eine erste durchgängige Besiedlung des Erzgebirges erfolgte im Zuge der sogenannten mittelalterlichen Binnenkolonisation im 12. Jahrhundert. Es war die Zeit des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa (1152 - 1190), in Sachsen regierte der Markgraf Otto von Meißen (1125 - 1190). Bereits gegen Ende dieses Jahrhunderts erreichte die Besiedlungswelle die Kammlagen des Gebirges.

Wie sich die Besiedlung und die Urbarmachung des riesigen, schier undurchdringlichen Waldes, des großen "Miriquidi", abspielte, läßt sich nur schwer nachvollziehen. Auch eine genaue Datierung der Zeit, in der vornehmlich Bauern aus Böhmen und vor allem Franken die ersten Furchen in das neugerodete Land zogen, ist nur schwer möglich. Erst um Jahrhunderte später, nämlich nach dem "Großen Berggeschrey", wird vom Erzgebirge gesprochen, beginnt die Epoche, aus der gesicherte historische Kenntnisse über Land und Leute vorliegen, aus der uns schriftliche überlieferungen bekannt sind. So wird berichtet, daß man Auerbach schon 1447 unter den Stollberger Amtsdörfern findet und der Ort im Siegel das Sinnbild des Auerhahns am Bache führt (das sich auch im Wappen wiederfindet).

Wahrscheinlich ist, daß Auerbach, nachdem die ersten Siedler mit viel Mühe den Urwald gerodet und den steinigen Boden unter die Pflüge zu nehmen begonnen hatten, um 1200 entstand.

Erste Schriftliche Erwähnung AuerbachsAuszug aus dem kurfürstlich sächsischen Kanzleiregister zur namentlichen Erwähnung von Auerbach als Amtsdorf von Stollberg. Auerbach wird in diesem Dokument auf der 7. Zeile im vorletzten Wort als "Vrbach" genannt.

Quelle: Heimatgeschichte - 550 Jahre Auerbach im Erzgebirge